nach Johann Wolfgang von Goethe
in einer Bearbeitung von Daniel Cremer und Mascha Luttmann
Übersetzung in Leichte Sprache: Daniel Cremer und Tina Lackner
Nationaltheater Mannheim | 04. April 2025
Goethes »Faust« in Leichter Sprache! Mit einer Übersetzung in Leichte Sprache wird die Tragödie über die Suche nach Erkenntnis für alle zugänglich erzählt. Im spielerischen Umgang mit der barrierearmen Sprachform entsteht ein unmittelbarer Zugriff auf den bekannten Klassiker: die Wette zwischen Gut und Böse, das Leiden des Intellektuellen an der Frage nach dem Sinn und die kontroverse Beziehung zur jungen Margarete. Doch auch Goethes Verse sind immer wieder zu hören.
Faust ist ein Theater∙stück.
Das Theater∙stück ist von Goethe.
Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück.
In dem Theater∙stück geht es um Faust.
Faust ist ein Mann.
Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt.
Jetzt ist er alt und denkt:
Ich habe nichts erlebt.
Mir macht nichts mehr Spaß.
Dann trifft Faust den Teufel.
Der Teufel sagt zu Faust:
Du kannst viele Abenteuer erleben.
Dafür musst du mir deine Seele geben.
Faust sagt zum Teufel:
Ja ich stimme zu.
Eine Hexe gibt Faust einen Zauber∙trank.
Der Zauber∙trank macht Faust 30 Jahre jünger.
Faust will immer mehr:
• Mehr Spaß
• Mehr Geld
• Mehr über die Welt wissen.
Er hetzt von Abenteuer zu Abenteuer.
Er ist nie zufrieden.
Dann trifft er Gretchen.
Presse
»Ein wahres Vereinfachungskunststück. Goethe light? Ganz und gar nicht. Eher ein Faust über den Faust, flott und inspiriert gespielt in pointierten Dialogen.«
(Theater heute)
»Daniel Cremer hat mit großer Sorgfalt und innerer Überzeugung an diesem Projekt gearbeitet, das handwerklich akkurat, szenisch funktional und atmosphärisch dicht ist.«
(Mannheimer Morgen)
»Ein Bravourstück gelingt Cremer außerdem mit der Zusammenfassung der ersten drei Akte des „Faust II“. Sein kleiner Chor aus Naturgeistern erzählt im frappierenden Schweinsgalopp, was auf die Gretchen-Misere folgt. Als Chorführer stürzt Rocco Brück, köstlich euphorisiert, durch ein Staccato aus simplen Sätzen«
(Rheinpfalz)
»Aus solcher Bearbeitung entstehen eine ganz eigene Ästhetik und ein ganz eigener Witz, weswegen sie auch Faust-Kenner:innen ein anspruchsvolles Vergnügen bereitet. (...) Ein brillanter Faust für alle«
(Theater heute)
BESETZUNG
Margarete / Naturgeist Maria Helena Bretschneider
Theaterdirektor / Mutter / Philemon / Naturgeist Rocco Brück
Faust / Naturgeist Boris Koneczny
Mephistopheles / Naturgeist Ragna Pitoll
Die Hexe / Lieschen / Naturgeist David Smith / Barış Özbük
Marthe / Baubo / Baucis / Naturgeist Sarah Zastrau
Regie Daniel Cremer
Bühne & Kostüm Carolin Gieszner
Licht Wolfgang Schüle
Musik Oscar Marie Le Merle
Berater / Outside-Eye Bastian Wurbs
Dramaturgie Mascha Luttmann
Gespräch zur Inszenierung im SWR Kultur Forum am 17.04.2025
mit Prof. Bettina Bock – Sprachwissenschaftlerin und Expertin für Leichte Sprache, Universität Köln, Prof. Jochen Hörisch – Literatur- und Medienwissenschaftler, Universität Mannheim und dem Regisseur. Moderation: Marie-Dominique Wetzel




Zu Gast im Podcast FAUST FORWARD
der Deutschen Klassikstiftung, 05.12.2025
Übersetzerin Tina Lackner und Regisseur und Übersetzer Daniel Cremer im Gespräch mit Sophie Hartmann und Stephanie Hock.
FAUST UND DIE MENSCHEN HEUTE
Text aus dem Programm–Heft von Mascha Luttmann
Goethe ist ein wichtiger Dichter aus Deutschland.
Goethe hat »Faust« geschrieben.
Goethe hat vor 200 Jahren gelebt.
»Faust« ist ein wichtiger Text von Goethe.
Viele Theater zeigen »Faust« auf der Bühne.
Goethe hat »Faust« in Reimen geschrieben.
Aber wir zeigen »Faust« in Leichter Sprache.
Das bedeutet: Der Text ist einfacher zu verstehen.
Faust ist ein Mann.
Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt.
Jetzt ist Faust sehr unglücklich.
Dann trifft Faust den Teufel.
Faust schließt einen Vertrag mit dem Teufel.
Der Teufel verspricht Faust zufrieden zu machen.
Faust verspricht dem Teufel seine Seele zu geben.
Dann trifft Faust Gretchen.
Faust und Gretchen verlieben sich.
Aber die Liebe geht nicht gut aus.
Es gibt auch eine Fortsetzung von Faust.
In Faust 2 passiert sehr viel.
Am Ende gründet Faust ein Land.
Das macht Faust fast zufrieden.
Dann stirbt Faust.
Und was wird aus dem Vertrag?
Warum ist die Geschichte von Faust heute noch wichtig?
Es gibt verschiedene Antworten auf diese Frage.
Wir glauben: Faust ist ein moderner Mensch.
Das heißt Faust ist wie die Menschen heute.
Faust will immer mehr erleben.
Er will immer mehr wissen.
Und immer mehr haben.
Das wollen die Menschen heute auch.
Faust kann haben was er will.
Faust will Gretchen und die Natur haben.
Aber Faust macht Fehler.
Er behandelt Gretchen und die Natur schlecht.
Niemand kann andere Menschen besitzen.
Niemand kann die Natur besitzen.
Diese Fehler machen die Menschen heute auch.
Vor allem Männer machen diese Fehler.
Faust weiß nicht wie man mit Menschen zusammen ist.
Und Faust weiß nicht wie man mit der Natur zusammen ist.
Die Menschen heute wissen das auch nicht.
Aber es ist möglich.
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